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KohlmeiseParus major
Kohlmeisen haben einen auffallend gelben Bauch, von einem schwarzen Längsband über Brust und Bauch geteilt, einen schwarzen glänzenden Scheitel und weiße Wangen. Die Männchen sind meist intensiver gefärbt. Ihr Längsband ist breiter und tiefer schwarz als beim Weibchen. Zur Brutzeit und über den Sommer fressen sie hauptsächlich Insekten, Larven und andere eiweißreiche Kost. So helfen Kohlmeisen aktiv bei der Schädlingsbekämpfung in Gärten, Parks und Wäldern. In der restlichen Zeit besteht ihre Nahrung dagegen zum Großteil aus ölreichen Samen und Früchten. Ist genug Nahrung vorhanden, besetzen Kohlmeisen-Männchen die besten Reviere schon über den Winter. An sonnigen Tagen ertönt ihr Reviergesang "zi-zi däh, zi-zi däh, zi-zi däh" oft von einer hohen Warte. Bereits mit den ersten milden Frühlingstagen Ende März beginnen dann einige Meisenpaare gemeinsam mit dem Nestbau. Dazu beziehen die Vögel Baumhöhlen, Mauerritzen oder auch künstliche Nisthilfen. Selbst in wenig benutzte Brief-, Rollläden- oder Stromkästen wurden schon erfolgreich Bruten hochgezogen. Das Nest besteht weitgehend aus frischem, grünen Moos und vielleicht noch ein paar Grashalmen. Anschließend wird die Nestmulde mit verschiedenen Tierhaaren gepolstert. In die Mulde legt das Weibchen 7 bis 13 weiße Eier mit hellbraunen Flecken. Nach einer Brutzeit von 12 bis 14 Tagen schlüpfen die Jungen, die anfangs noch nackt und blind sind. In der ersten Zeit werden die Kleinen daher fast pausenlos von ihren Eltern gehudert, d.h. sie werden gewärmt. Drei Wochen später, in denen die Altvögel am Ende bis zu 800 Mal am Tag ihren Nachwuchs versorgen, sind die Nesthocker endlich flügge. Sie verlassen das Nest, werden aber noch weitere zwei bis vier Wochen gefüttert. Von Ende Mai bis Juni sind so überall kleine Trupps bettelnder junger Meisen zu beobachten, die ihre Eltern mit weit geöffnetem Schnabel und piepsend verfolgen. Jungvögel haben einen schieferschwarzen Scheitel, einen kleinen Kehllatz und gelbliche, unten nicht schwarz begrenzte Kopfseiten. Nur wenn das Wetter und die Nahrungssituation sehr günstig sind oder wenn das erste Nest zerstört wurde, ziehen Kohlmeisen eine zweite Brut groß. Der Bestand der Kohlmeise scheint in Mitteleuropa momentan nicht bedroht. Jedoch beobachten Wissenschaftler bei allen Meisenarten seit geraumer Zeit einen schleichenden Bestandsrückgang. Autorin: Ulrike Raab
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Arbeitsgruppe Ökologie und Vogelschutz e.V.
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letzte
Änderung: 30. Oktober 2003
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